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Ihre Rente ist sicher ...
Die Höhe auch?
Wir Bürger der Bundesrepublik Deutschland können auf eine
über 100jährige Sozialversicherungsgesetzgebung
zurückblicken. Unter Otto von Bismarck wurde im Jahr 1883 die
Krankenversicherung, 1884 die Unfallversicherung und 1889
die Invaliden- und Altersversicherung eingeführt.
Die Sozialversicherung ist eine auf der organisierten
Selbsthilfe beruhende Kollektivversicherung in Form einer
Zwangsversicherung und wurde ursprünglich auf besonders
schutzbedürftige Arbeitnehmergruppen
beschränkt. Die gesetzliche Sozialversicherung
funktioniert nach dem Umlageverfahren, auch
Generationenvertrag genannt, sprich: die heutigen
Beitragszahler finanzieren die heutigen Rentner.
Die geplante Reform der Altersrente Stand Januar 2001
Geplant waren und sind:
-
Die geplante Einführung eines Ausgleichsfaktors in Höhe von
0,3% soll vom Tisch sein. Der Ausgleichsfaktor hätte all
die Jahrgänge betroffen, die ab dem Jahr 2011 in Rente
gehen. Sprich: Ab 2011 bis hin zum Jahr 2030 ergibt sich ein
kumulierter Ausgleichsfaktor von 6%. Damit soll erreicht
werden, daß der Beitragsatz von 22% nicht überschritten wird und
das Nettorentenniveau nicht unter 64% sinkt.
-
Rückkehr zur lohnbezogenen Anpassung der Renten. Diese
Maßnahme soll die Rentensteigerungen bremsen. Die lohnbezogene
Anpassung richtet sich nach der Veränderung der Bruttolöhne minus
Beiträge zur gesetzlichen und privaten kapitalgedeckten
Altersvorsorge. Durch die zusätzlichen Beiträge zur
kapitalgedeckten Altervorsorge entsteht eine zusätzliche
Dämpfung der Rentensteigerungen.
-
Neu: Rentensplittung Beide Ehegatten können sich in
Zukunft vor Rentenbeginn, mit einer übereinstimmenden Erklärung,
für ein Rentensplitting entscheiden. Dies bedeutet: Die während
der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche beider Ehegatten werden
summiert und zu gleichen Teilen auf beide aufgeteilt.
Beim Tod eines Partners kann diese Entscheidung ein Ehegatte
alleine treffen. Nachteil: Verlust des Anspruchs auf
Witwen(r)rente. Vorteil: Frauen können damit häufig eine höhere
Altersrente erwerben. Eine Einkommensanrechnung erfolgt nicht.
Da die Berechnungsgrundlage die während der Ehezeit erworbenen
Ansprüche sind, und da jede dritte Ehe geschieden wird, gilt es
abzuwarten, was diese Regelung für die Zukunft bringt.
-
Private kapitalgedeckte Altersvorsorge Um den
langfristigen Rückgang der gesetzlichen Rentenversicherung zu
kompensieren, wird die kapitalbildende Altersvorsorge als
Riester-Rente
eingeführt. Sie erfolgt auf freiwilliger Basis und wird
staatlich gefördert.
-
Besteuerung der Leistungen aus der kapitalgedeckten
Altersvorsorge Da die Sparleistung aus unversteuerten
Beträgen erfolgt, unterliegen die Leistungen der nachgelagerten
Besteuerung.
-
Betriebliche Altersvorsorge Dem Arbeitnehmer soll ein
Rechtsanspruch auf Gehaltsumwandlung eingeräumt werden.Genaue
Informationen folgen in Kürze.
Sie haben Fragen zur Rentenreform?
Die Bundesregierung hat ein Bürgertelefon eingerichtet, das Ihnen
von Montag bis Donnerstag von 8:00h bis 20:00h unter der
Telefonnummer 0130-6280 zur Verfügung steht.
Alles klar?
Schauen Sie sich einfach ein paar Fakten an.
Einige Fakten
Rentenempfänger Rund 90% der älteren Generation, das sind
ca. 18 Millionen Menschen, erhielten im Jahre 2001 Rente. Das machte in
diesem Jahr € 174 Milliarden. Diese verteilten sich (in den
alten Bundesländern) wie folgt.
|
Rentenzahlung monatlich
|
Männer
|
Frauen
|
Gesamt
|
|
[€]..[€]
|
[Anzahl]
|
[%]
|
[Anzahl]
|
[%]
|
[Anzahl]
|
[%]
|
|
0 .. 306
|
537.089
|
10,34
|
2.923.219
|
46,40
|
3.460.308
|
30,11
|
|
307 .. 613
|
677.896
|
13,05
|
1.942.240
|
30,83
|
2.620.136
|
22,80
|
|
614 .. 920
|
1.151.669
|
22,18
|
1.108.966
|
17,60
|
2.260.635
|
19,67
|
|
921 .. 1227
|
1.636.560
|
31,52
|
257.188
|
4,08
|
1.893.748
|
16,48
|
|
1228 .. 1.533
|
931.103
|
17,93
|
60.281
|
0,95
|
991.384
|
8,62
|
|
über 1.533
|
256.331
|
4,93
|
7.310
|
0,11
|
263.641
|
2,29
|
Geburtenentwicklung Die Zahl der Neugeborenen in
den letzten 30 Jahren ist um ca. 42% gesunken.
Lebenserwartung Die Lebenserwartung ist in den letzten 30
Jahren um 5 Jahre gestiegen. Betrug sie im Jahre 1965 für Frauen 74
Jahre und für Männer 68 Jahre, so beträgt sie für Frauen in 1995
schon 79 Jahre und für Männer 73 Jahre.
Rentenbezugszeiten Dadurch erhöhten sich auch die
Rentenbezugszeiten von 1960 durchschnittlich 10,1 Jahren auf 1996
durchschnittlich 15,9 Jahre. Ein Jahr längere Rentenlaufzeit
bedeutet eine Beitragserhöhung um etwa 1%.
Beitragsbemessungsgrenze
|
Jahr
|
Beitragssatz
|
Beitragsbemessungsgrenze
|
Beitragsgrenzen
|
durchschnittliches Bruttoarbeitsentgelt
|
|
[%]
|
monatlich [€]
|
jährlich [€]
|
mindestens [€]
|
höchstens [€]
|
monatlich [€]
|
jährlich [€]
|
|
2003
|
19,50
|
5.100,-
|
61.200,-
|
63,38
|
994,50
|
2.435,83
|
29.230,-
|
|
2002
|
19,10
|
4.500,-
|
54.000,-
|
62,08
|
859,-
|
2.376,50
|
28.518,-
|
|
Jahr
|
Beitragssatz
|
Beitragsbemessungsgrenze
|
Beitragsgrenzen
|
durchschnittliches Bruttoarbeitsentgelt
|
|
[%]
|
monatlich [DM]
|
jährlich [DM]
|
mindestens [DM]
|
höchstens [DM]
|
monatlich [DM]
|
jährlich [DM]
|
|
2001
|
19,10
|
8.700,-
|
104.400,-
|
123,83
|
1.661,70
|
4.557,00
|
54.684,-
|
|
2000
|
19,30
|
8.600,-
|
103.200,-
|
121,59
|
1.659,80
|
4.521,33
|
54.256,-
|
|
1999
|
19,50
|
8.500,-
|
102.000,-
|
122,85
|
1.657,50
|
4.458,92
|
53.507,-
|
|
1998
|
20,30
|
8.500,-
|
102.000,-
|
127,89
|
1.725,50
|
4.410,42
|
52.925,-
|
|
1997
|
20,30
|
8.200,-
|
98.400,-
|
123,83
|
1.664,-
|
4.333,-
|
52.000,-
|
|
1996
|
19,20
|
8.000,-
|
96.000,-
|
113,28
|
1.536,-
|
4.259,-
|
51.108,-
|
|
1990
|
18,70
|
6.300,-
|
75.600,-
|
103,00
|
1.178,-
|
3.496,-
|
41.946,-
|
|
1984
|
18,50
|
5.200,-
|
62.400,-
|
84,00
|
962,-
|
2.858,-
|
34.292,-
|
|
1978
|
18,00
|
3.700,-
|
44.400,-
|
36,00
|
666,-
|
2.187,-
|
26.242,-
|
|
1972
|
17,00
|
2.100,-
|
25.200,-
|
17,00
|
357,-
|
1.361,-
|
16.325,-
|
|
1966
|
14,00
|
1.300,-
|
15.600,-
|
14,00
|
182,-
|
825,-
|
9.893,-
|
|
1960
|
14,00
|
850,-
|
10.200,-
|
14,00
|
130,-
|
509,-
|
6.101,-
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