Rentensicherheit
Reform 2002
Einige Fakten
Was tun?

Die Rentenreform 2002

 
 

Ihre Rente ist sicher ...
Die Höhe auch?

Wir Bürger der Bundesrepublik Deutschland können auf eine über 100jährige Sozialversicherungsgesetzgebung zurückblicken. Unter Otto von Bismarck wurde im Jahr 1883 die Krankenversicherung, 1884 die Unfallversicherung und 1889 die Invaliden- und Altersversicherung eingeführt.

Die Sozialversicherung ist eine auf der organisierten Selbsthilfe beruhende Kollektivversicherung in Form einer Zwangsversicherung und wurde ursprünglich auf besonders schutzbedürftige Arbeitnehmergruppen beschränkt. Die gesetzliche Sozialversicherung funktioniert nach dem Umlageverfahren, auch Generationenvertrag genannt, sprich: die heutigen Beitragszahler finanzieren die heutigen Rentner.

Die geplante Reform der Altersrente Stand Januar 2001

  • Die geplante Einführung eines Ausgleichsfaktors in Höhe von 0,3% soll vom Tisch sein. Der Ausgleichsfaktor hätte all die Jahrgänge betroffen, die ab dem Jahr 2011 in Rente gehen. Sprich: Ab 2011 bis hin zum Jahr 2030 ergibt sich ein kumulierter Ausgleichsfaktor von 6%. Damit soll erreicht werden, daß der Beitragsatz von 22% nicht überschritten wird und das Nettorentenniveau nicht unter 64% sinkt.

  • Rückkehr zur lohnbezogenen Anpassung der Renten. Diese Maßnahme soll die Rentensteigerungen bremsen. Die lohnbezogene Anpassung richtet sich nach der Veränderung der Bruttolöhne minus Beiträge zur gesetzlichen und privaten kapitalgedeckten Altersvorsorge. Durch die zusätzlichen Beiträge zur kapitalgedeckten Altervorsorge entsteht eine zusätzliche Dämpfung der Rentensteigerungen.

  • Neu: Rentensplittung Beide Ehegatten können sich in Zukunft vor Rentenbeginn, mit einer übereinstimmenden Erklärung, für ein Rentensplitting entscheiden. Dies bedeutet: Die während der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche beider Ehegatten werden summiert und zu gleichen Teilen auf beide aufgeteilt.

    Beim Tod eines Partners kann diese Entscheidung ein Ehegatte alleine treffen. Nachteil: Verlust des Anspruchs auf Witwen(r)rente. Vorteil: Frauen können damit häufig eine höhere Altersrente erwerben. Eine Einkommensanrechnung erfolgt nicht.

    Da die Berechnungsgrundlage die während der Ehezeit erworbenen Ansprüche sind, und da jede dritte Ehe geschieden wird, gilt es abzuwarten, was diese Regelung für die Zukunft bringt.

  • Private kapitalgedeckte Altersvorsorge Um den langfristigen Rückgang der gesetzlichen Rentenversicherung zu kompensieren, wird die kapitalbildende Altersvorsorge als Riester-Rente eingeführt. Sie erfolgt auf freiwilliger Basis und wird staatlich gefördert.

  • Besteuerung der Leistungen aus der kapitalgedeckten Altersvorsorge Da die Sparleistung aus unversteuerten Beträgen erfolgt, unterliegen die Leistungen der nachgelagerten Besteuerung.

  • Betriebliche Altersvorsorge Dem Arbeitnehmer soll ein Rechtsanspruch auf Gehaltsumwandlung eingeräumt werden.Genaue Informationen folgen in Kürze.

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Alles klar?

Einige Fakten

Rentenempfänger Rund 90% der älteren Generation, das sind ca. 18 Millionen Menschen, erhielten im Jahre 2001 Rente. Das machte in diesem Jahr € 174 Milliarden. Diese verteilten sich (in den alten Bundesländern) wie folgt.

Rentenzahlung monatlich Männer Frauen Gesamt
[€]..[€] [Anzahl] [%] [Anzahl] [%] [Anzahl] [%]
0 .. 306 537.089 10,34 2.923.219 46,40 3.460.308 30,11
307 .. 613 677.896 13,05 1.942.240 30,83 2.620.136 22,80
614 .. 920 1.151.669 22,18 1.108.966 17,60 2.260.635 19,67
921 .. 1227 1.636.560 31,52 257.188 4,08 1.893.748 16,48
1228 .. 1.533 931.103 17,93 60.281 0,95 991.384 8,62
über 1.533 256.331 4,93 7.310 0,11 263.641 2,29

Geburtenentwicklung Die Zahl der Neugeborenen in den letzten 30 Jahren ist um ca. 42% gesunken.

Lebenserwartung Die Lebenserwartung ist in den letzten 30 Jahren um 5 Jahre gestiegen. Betrug sie im Jahre 1965 für Frauen 74 Jahre und für Männer 68 Jahre, so beträgt sie für Frauen in 1995 schon 79 Jahre und für Männer 73 Jahre.

Rentenbezugszeiten Dadurch erhöhten sich auch die Rentenbezugszeiten von 1960 durchschnittlich 10,1 Jahren auf 1996 durchschnittlich 15,9 Jahre. Ein Jahr längere Rentenlaufzeit bedeutet eine Beitragserhöhung um etwa 1%.

Beitragsbemessungsgrenze

Jahr Beitragssatz Beitragsbemessungsgrenze Beitragsgrenzen durchschnittliches Bruttoarbeitsentgelt
[%] monatlich
[€]
jährlich
[€]
mindestens
[€]
höchstens
[€]
monatlich
[€]
jährlich
[€]
2003 19,50 5.100,- 61.200,- 63,38 994,50 2.435,83 29.230,-
2002 19,10 4.500,- 54.000,- 62,08 859,- 2.376,50 28.518,-
Jahr Beitragssatz Beitragsbemessungsgrenze Beitragsgrenzen durchschnittliches Bruttoarbeitsentgelt
[%] monatlich
[DM]
jährlich
[DM]
mindestens
[DM]
höchstens
[DM]
monatlich
[DM]
jährlich
[DM]
2001 19,10 8.700,- 104.400,- 123,83 1.661,70 4.557,00 54.684,-
2000 19,30 8.600,- 103.200,- 121,59 1.659,80 4.521,33 54.256,-
1999 19,50 8.500,- 102.000,- 122,85 1.657,50 4.458,92 53.507,-
1998 20,30 8.500,- 102.000,- 127,89 1.725,50 4.410,42 52.925,-
1997 20,30 8.200,- 98.400,- 123,83 1.664,- 4.333,- 52.000,-
1996 19,20 8.000,- 96.000,- 113,28 1.536,- 4.259,- 51.108,-
1990 18,70 6.300,- 75.600,- 103,00 1.178,- 3.496,- 41.946,-
1984 18,50 5.200,- 62.400,- 84,00 962,- 2.858,- 34.292,-
1978 18,00 3.700,- 44.400,- 36,00 666,- 2.187,- 26.242,-
1972 17,00 2.100,- 25.200,- 17,00 357,- 1.361,- 16.325,-
1966 14,00 1.300,- 15.600,- 14,00 182,- 825,- 9.893,-
1960 14,00 850,- 10.200,- 14,00 130,- 509,- 6.101,-

Was kann ich tun?

Sie wollen die Höhe Ihrer Rente nicht der Bundesregierung überlassen? Dann schauen Sie sich die Seiten Absicherung der Arbeitskraft und private Altersvorsorge und/oder betriebliche Altersversorgung an.